Wer in München Website-Kosten oder Webdesign-Kosten recherchiert, bekommt schnell ein verzerrtes Bild. Die ersten Treffer bei Google sind häufig große Münchner Agenturen mit beeindruckenden Showcase-Websites, und Preisangaben (oder eher: das offensichtliche Fehlen davon), die einen sofort vermuten lassen, dass es richtig teuer wird.
Spoiler: Es muss nicht teuer werden. Aber es kann.
In diesem Beitrag bekommst du eine ehrliche Einordnung: drei realistische Preisstufen für Webdesign, was du in jeder Stufe wirklich bekommst, was Münchner Anbieter teurer macht als in anderen Regionen, und am Ende die einzige Frage, die wirklich zählt, wenn du nicht nur eine Website kaufen willst, sondern eine, die für dich arbeitet.
Kurz zu uns
Wir sind Studio Erlach, eine Marketingagentur aus Salzburg, mit Kunden in der gesamten DACH-Region. Unser Fokus: strategisch gebaute Websites, die nicht nur schön aussehen, sondern für Dienstleister, Mittelstand und Selbstständige tatsächlich Anfragen bringen.
München-Salzburg ist 145 km, auf der Bahn 1,5 Stunden. Genauer gesagt: für die meisten Projekte spielt die Distanz keine Rolle, weil ohnehin alles über Video-Call läuft. Aber dazu unten mehr.
Webdesign-Kosten in München: drei Tiers
Die ehrliche Antwort auf „Was kostet eine Website in München?": Es kommt drauf an, wer sie baut. Konkret bewegen sich Webdesign-Kosten in drei Stufen, die Bandbreiten sind im DACH-Raum ähnlich. Was München-spezifisch ist: Anbieter sitzen tendenziell am oberen Ende ihrer jeweiligen Stufe. Mehr dazu gleich. Erst die drei Stufen.
Stufe 1: 500–4.000€, Einsteiger / Solo-Freelancer
In dieser Stufe arbeitest du meist mit Solo-Freelancern, oft Quereinsteigern oder nebenberuflichen Designern. Templates kommen häufig zum Einsatz, typisch sind WordPress-Themes oder Webflow-Vorlagen, die für deinen Bedarf angepasst werden.
Was du bekommst:
- Eine ordentlich aussehende Website, die „Visitenkarte" gut macht
- Grundlegende Mobile-Optimierung
- DSGVO-Basics (Impressum, Datenschutz, Cookie-Banner)
Was du eher nicht bekommst:
- Strategie. Es geht meist sofort ins Design, was auch der Grund ist, warum diese Websites oft schön aussehen, aber selten Anfragen bringen.
- Lokales SEO. „SEO ist dabei" heißt in der Regel: Meta-Tags und sonst nichts.
- Conversion-Logik. Wer ist der Besucher, wie führst du ihn zur Anfrage, diese Fragen werden in dieser Stufe selten gestellt.
Für wen das passt: Reine Visitenkarten, Hobbyprojekte, frühe Gründungsphase. Wenn deine Website hauptsächlich existieren soll, weil „man halt eine Website braucht", die richtige Stufe.
Stufe 2: 4.000–10.000€, Spezialist / kleine Studios
Hier wird's interessant. In dieser Stufe arbeitest du mit Spezialisten, entweder erfahrene Freelancer oder zwei- bis dreiköpfige Studios, die Strategie und Design verbinden. Das ist der Sweet Spot für die meisten Mittelstandsbetriebe in München.
Was du bekommst:
- Strategiephase vor dem Design. Zielgruppe, Customer Journey, Conversion-Architektur
- Individuelles Design (kein Template), oft mit klarer Markenführung
- Lokales SEO mit klarem Plan: technische Grundlagen, lokale Keywords, strukturierte Daten
- Saubere, performante Umsetzung. Ladezeiten unter 2 Sekunden
- Conversion-Optimierung mit Heatmaps und datengetriebener Iteration
Hier arbeiten wir: Launch kostet ab 3.900 €, am unteren Rand dieser Stufe, Growth ab 6.900 €. Strategie kommt bei uns immer zuerst, siehe auch 3 Prinzipien für eine Website, die Kunden bringt.
Für wen das passt: Praxen, Anwaltskanzleien, Steuerberater, Mittelstandsbetriebe, lokale Dienstleister mit klarem Wachstumsziel.
Stufe 3: 10.000–50.000€+, München-Agenturen
In dieser Stufe sind wir bei den großen Münchner Agenturen, die mit dem Showcase auf der eigenen Website, dem Empfangstresen in Schwabing und 15 Mitarbeitern auf der Team-Seite. Hier ist auch der Punkt, wo München-spezifisch wird: Münchner Agenturen tendieren stark ans obere Ende dieser Stufe, 30.000–50.000€+ ist die Regel, nicht die Ausnahme.
Was du bekommst:
- Pitch-Theater, manchmal beeindruckend, oft Show
- Mehrere Spezialisten (Strategie, UX, Design, Entwicklung, SEO)
- Aber auch: Projektmanager zwischen dir und der Person, die wirklich baut
- Komplexe Plattformen, Multi-Site-Setups, Headless-Architekturen
- Premium-Branding-Pakete
Was du auch bekommst, ob du willst oder nicht:
- München-Aufschlag durch Mieten in 1A-Lage und Gehälter im oberen Tarifbereich
- Übergaben zwischen Senior-Pitch und Junior-Umsetzung
- Lange Entscheidungszyklen
Für wen das passt: Großkonzerne, komplexe Plattformen, Multi-Brand-Strategien. Für die meisten Münchner Mittelstandsbetriebe? Überdimensioniert.
Was München-Anbieter teurer macht
Warum genau München-Anbieter ans obere Ende der Stufen tendieren, das hat strukturelle Gründe und hat oft wenig mit dem zu tun, was am Ende für deine Website rauskommt.
Mieten in 1A-Lage. Eine Agentur am Marienplatz oder in Schwabing zahlt pro Quadratmeter mehr als das Doppelte einer vergleichbaren Agentur in Augsburg oder Nürnberg. Das fließt direkt in den Stundensatz.
Gehälter über Tarif. München ist die teuerste deutsche Großstadt im Lebenshaltungskosten-Vergleich. Senior-Designer und -Entwickler verdienen entsprechend. Stundensätze zwischen 120€ und 200€ sind normal, ohne dass die Qualität automatisch steigt.
Pitch- und Sales-Overhead. Größere Agenturen finanzieren ein Sales-Team, ein PM-Team, ein Marketing-Team. Das sind drei Lohnstellen, die du indirekt mitbezahlst, über jede einzelne Stunde Projektarbeit.
Heißt das: Münchner Agenturen sind schlecht? Nein. Heißt es: Du bezahlst in München für jeden Euro Wertschöpfung deutlich mehr Overhead-Anteil als in anderen Märkten? Ja.
Warum nicht ein Münchner Anbieter?
Naheliegende Frage. Drei Antworten:
Distanz spielt heute kaum eine Rolle. München-Salzburg ist 145 km, die meisten Projekte laufen ohnehin komplett remote über Video-Call. Wenn du persönliche Termine willst: Mit dem Railjet bist du in 1,5 Stunden vor Ort. Onsite-Termine in München sind nach Absprache problemlos drin.
Reverse-Charge. Ein Detail, das gerade für Geschäftskunden interessant ist: Da wir aus Österreich abrechnen, läuft die Verrechnung über das Reverse-Charge-Verfahren. Du bekommst eine Netto-Rechnung ohne deutsche Umsatzsteuer und führst die USt selbst über deine Buchhaltung ab. Wirtschaftlich ist das für vorsteuerabzugsberechtigte Unternehmen meistens ein Wash, die 19% holst du ohnehin als Vorsteuer zurück. Aber: kein Cash-flow-Effekt durch die Vorfinanzierung, weniger Buchhaltungsaufwand, und für Kleinunternehmer (ohne Vorsteuerabzug) tatsächlich eine Ersparnis.
Gleicher Markt, gleiche Sprache, gleiche DSGVO. Wir sind beide im EU-Binnenmarkt. Die DSGVO ist identisch, die Sprache ist Deutsch, und die kulturelle Ähnlichkeit zwischen Bayern und Salzburger Land ist… nun ja, signifikant. Wenn du jemanden aus Hamburg oder Berlin engagieren würdest, wäre die kulturelle Distanz größer als nach Salzburg.
Wenn du im Auswahlprozess generell unsicher bist, was wichtig ist, schau dir den Beitrag Webdesigner finden, worauf du wirklich achten solltest an. Der hilft unabhängig vom Standort.
Versteckte Kosten, die niemand erwähnt
Egal in welcher Preisstufe, bestimmte Kosten kommen oben drauf, werden aber im Pitch oft unter den Tisch gekehrt.
Hosting. 5–25€/Monat für eine sauber aufgesetzte Standard-Website, je nach Anbieter und Performance-Anforderungen. Bei großen Plattformen schnell dreistellig.
Domain. 10–25€/Jahr. Kein dramatischer Posten, aber er existiert.
Wartung. Updates, Sicherheits-Patches, kleinere Anpassungen. Bei uns übernimmt das optional Sorgenfrei für 179 € im Monat, Hosting inklusive. Du kannst die Website aber auch selbst betreiben. Ohne Wartung verfällt jede Website über die Zeit zu einer Sicherheitslücke.
Inhaltspflege. Wenn du Texte und Bilder selbst aktualisierst, kein Aufpreis. Wenn jemand das für dich macht. Stundensatz oder Paket.
Erweiterungen. Online-Termine, Buchungssystem, Mehrsprachigkeit, Blog. Jedes davon ist meist eine zusätzliche Investition irgendwo zwischen 500€ und 5.000€.
Die richtige Frage
Die meisten Münchner Unternehmen, die uns kontaktieren, fragen zuerst: „Was kostet bei euch eine Website?" Verständlich, aber es ist nicht die Frage, die dich weiterbringt.
Die Frage, die zählt: „Was bringt mir die Website?"
Konkret: Wie viele Anfragen pro Monat? Wie viele Buchungen? Welcher Umsatz? Eine Website für 8.000€, die monatlich 30 zusätzliche Anfragen bringt, ist wirtschaftlich besser als eine 2.500€-Visitenkarte, die nichts bringt. Genau diese Rechnung ist der Punkt, und genau dieses Ergebnis zeigt zum Beispiel der Fall von Lorenz: Von 0 auf 30+ Buchungen pro Monat, eine Website Case Study.
Wenn die Antwort auf „Was bringt mir die Website?" ein Schulterzucken ist, egal ob in Stufe 1 oder Stufe 3, dann ist die Investition unabhängig von der Höhe falsch.
Unsere Preise
Unsere Websites kosten ab 3.900 € (Launch) oder ab 6.900 € (Growth), größere Projekte bieten wir ab 10.000 € individuell an. Du bekommst einen Festpreis vor dem Start, keinen Stundensatz. Technisches SEO ist immer dabei, im Growth-Paket auch die Strategie, bevor das Design beginnt. Wartung ist optional. Alle Pakete findest du auf unserer Preisseite.
Wenn du gerade Münchner Agenturen vergleichst, frag jede, wer an deinem Projekt baut und mit wem du dabei sprichst. Bei uns sind das dieselben Leute, ohne Übergabe dazwischen. Wenn du dich zwischen Solo-Freelancer (Stufe 1) und Spezialist entscheiden musst, lohnt sich für die meisten Mittelstandsbetriebe der Schritt nach oben.
Wenn du bereit bist zu investieren
Was kostet deine Website bei uns? Angebot anfragen: Das dauert keine Minute, und das Angebot mit festem Preis kommt innerhalb eines Werktags. Lieber erst kurz reden? Gespräch buchen.
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